Die Voruntersuchung klärt, ob Sie für eine Augenlaseroperation geeignet sind und liefert notwendige Daten für die Operation. Es handelt sich um eine umfangreiche Augenuntersuchung. Dabei interessieren den Arzt die allgemeine Sehleistung des Auges (Refraktion und Visus), die Hornhautdicke und –oberfläche, die Pupillengröße sowie Gesamtfehler des Auges (Aberrometrie), aber auch eventuelle Vorerkrankungen des Patienten (Glaukom, Diabetes).
Folgende Werte werden detailliert bestimmt:
- Die Sehstärke (Refraktion): Die Dioptrienzahl, also die Brechkraft Ihres Auges, wird aktuell und genau ermittelt. Deshalb sollten Sie vor der Untersuchung mindestens 12 Stunden keine Kontaktlinsen mehr getren haben.
- Die Hornhautdicke (Pachymetrie): Sie ist ein entscheidender
Faktor für die Operationsentscheidung. Ihre Hornhautdicke
wird mit einer Ultraschalluntersuchung festgestellt.
- Die Augenoberfläche/Hornhautverkrümmung (Astigmatismus):
Die so genannte Topografie des Auges wird ähnlich einer
Landkarte mit ihren unterschiedlichen Höhen und Krümmungswerten
erfasst, aber auch eventuelle Erkrankungen oder Narben Ihrer
Hornhaut können hierbei festgestellt werden.
- Der Pupillendurchmesser: Mit einem Pupillometer wird der
maximale Pupillendurchmesser Ihres Auges in der Nacht ermittelt.
Auch dieser individuell variierende Wert entscheidet über
die Eignung des Auges für eine Laser-Operation: Er darf
nicht kleiner sein als der gelaserte Hornhautbereich, da es
sonst nach der Laserbehandlung zu verstärkter Blendempfindlichkeit
kommen könnte.
- Länge des Augapfels (Biometrie): Sie wird anhand einer
Ultraschalluntersuchung erfasst.
- Die Netzhaut: Durch die künstliche Erweiterung der
Pupille mit Augentropfen können Degenerationen an der
Netzhaut und Schwachstellen vor allem am Netzhautrand festgestellt
werden.
Absetzen der Kontaktlinsen
Harte Kontaktlinsen sollten Sie 6 Wochen, weiche Kontaktlinsen 1 Woche vor dem Eingriff entfernen und nicht mehr tren. (Hartlinsenträger können bis 1 Woche vor der OP stattdessen weiche Linsen tren.) |